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Was war das denn bitte für ein Spiel, das die Zuschauer in Leutkirch geboten bekommen haben. Zwei Teams, neun Tore, Gewitterunterbrechung, Elfmeter, rote Karte und mehr als 100 Minuten voller Emotionen und Spektakel auf dem Spielfeld und auf den vollgefüllten Stadionrängen. Das war mit Sicherheit eines der spannendsten und unterhaltsamsten Spiele des SVA in seiner nun 77-jährigen Vereinsgeschichte – und zeitgleich auch eins für die Geschichtsbücher! Denn mit diesem 4:5 (0:2) Sieg hat sich der SVA tatsächlich den Klassenerhalt in seiner ersten Bezirksliga-Saison überhaupt gesichert und spielt kommendes Jahr erneut im „Oberhaus des Bezirks"! Nun aber zum Spiel. Die Anfangsphase gehörte klar dem SVA, der durch T. Stölzle früh in Führung ging. Vorausgegangen war eine starke Vorarbeit von SVA-Kapitän L. Kling, der T. Stölzle musterhaft bediente (10.). Die Gäste machten weiterhin das Spiel, jedoch kam Leutkirch aus dem Nichts zu ihrer ersten dicken Chance. M. Dambel scheiterte per Kopf aus kurzer Distanz am stark reagierenden M. Harscher. Nachdem die Gäste durch T. Stölzle (Tor nach fraglicher Abseitsentscheidung zurückgenommen) und L. Fleck (Schuss aus kurzer Distanz neben das Tor) zweimal den Torschrei auf den Lippen hatte, sollte es in der 43. Minute dann fallen. S. Zeh setzte einen Kopfball an die Latte und T. Stölzle verwertete den Abstauber zur verdienten 0:2-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit hatten die Zuschauer vor lauter Highlights dann kaum Luft zum Durchatmen. Nachdem die Gastgeber schnell das 1:2 markierten (50.), wurde das Spiel aufgrund eines Gewitters für gute 20 Minuten erstmal unterbrochen. Ein kleiner Gänsehautmoment für die SVA-Spieler war der tosende Jubel der vielen mitgereisten SVA-Fans, nachdem unsere Spieler den Rasen wieder betraten. Leider kam trotz dessen danach aber auch die schwächste Phase unserer Jungs. Nachdem zunächst A. Rock einen Schuss per Brust auf der Linie noch klärte, glich Leutkirch trotzdem nach einem Missverständnis in der SVA-Abwehr kurz darauf zum 2:2 aus (58.). Der SVA war kurzzeitig völlig von der Rolle und Leutkirch erzielte direkt nach dem Ausgleich sogar das 3:2 (60.) per Eckball, in dem M. Harscher mit Ball in der Hand aber eigentlich regelwidrig gestoßen wurde. Unsere Jungs schüttelten sich kurz nach diesen Nackenschlägen, hatte man eine eigentlich komfortable Führung so plötzlich wie unnötig aus der Hand gegeben. Mit diesem Ergebnis wäre der SVA auf einmal wieder gefährdet gewesen, um im letzten Spiel noch auf den Relegationsplatz zu rutschen. T. Gehring hatte aber schnell einen Zaubermoment, indem sein perfekt getimter Pass auf S. Zeh das 3:3 einleitete. S. Zeh überlupfte FCL-Torhüter A. Bayer und sorgte für den Ausgleich (65.). Das Spiel beruhigte sich etwas, war aber an Spannung kaum zu überbieten, weil beide Mannschaften voll auf Sieg spielten. Die Schlussphase war dann Spektakel pur. Nach einem Freistoß kam Youngster J. Zeh zum Ball, schaltete seinen Gegenspieler wie schon im Hinspiel per Haken aus und traf aus zwölf Metern zum umjubelten 3:4 ins kurze Eck (85.). Der SVA machte weiter und hatte durch T. Stölzle zwei Riesenchancen aufs fünfte Tor. Dieses erzielte jedoch der beste SVA-Akteur des Tages in der fünften Minute der Nachspielzeit: L. Kling wurde von D. Ademi steilgeschickt und blieb vor dem FCL-Keeper eiskalt. Der Jubel der Gäste war grenzenlos, hatte man den Sieg und den Klassenerhalt nun (eigentlich?) eingetütet. Aber das Spiel bekam nochmal ein paar Minuten Zugabe. Leutkirch erhielt in der 90.+9 noch einen Elfmeter, den E. Dzinic nach einer Parade von M. Harscher aber erst im Nachschuss zum 4:5 verwertete. Bei einem allerletzten FCL-Eckball erhielt schließlich Leutkirchs Schlussmann die glattrote Karte nach einer Beleidigung (90.+12). Der SVA rettete die Führung über die Zeit und jubelte über den Klassenerhalt. Leutkirch steht durch diese Niederlage als Absteiger fest und muss nächste Saison in der Kreisliga A antreten. Was ein Spielverlauf, was für Emotionen und was ein Ergebnis für den Klassenerhalt für das Team von F. Durach. Wahnsinn, der SV Aichstetten spielt nächstes Jahr tatsächlich nochmal Bezirksliga. |
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